Die Rolle österreichischer Neonazis

Anlässlich der Vorstellung der kürzlich erschienenen Broschüre des KZ-Verbandes „Die extreme Rechte in Österreich“ werden die Aktivitäten der österreichischen extremen Rechten während des Untergangs der DDR näher beleuchtet.

Auch 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hält sich hartnäckig die Behauptung, das politische System und das Erziehungswesen der DDR wären maßgeblich dafür verantwortlich, dass die extreme Rechte in Ostdeutschland bis heute großen Zulauf haben und terroristische Vereinigungen wie der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) entstehen konnten. Dabei waren es vor allem westdeutsche und österreichische Neonazi-Kader, die ab 1990 den organisatorischen Aufbau und die ideologische Arbeit in den „neuen Ländern“ leiteten. Gruppen wie die „Volkstreue außerparlamentarische Opposition“ (VAPO) unter Gottfried Küssel nutzten ihre Erfahrungen in konspirativer Arbeit und der Durchführung von „Wehrsportübungen“, um die Festigung mehr oder wenig offen neonazistischer Gruppen voranzutreiben. Sie profitierten dabei von der Schwäche der in Auflösung begriffenen DDR-Staatssicherheit wie auch von der bis 1992/93 anhaltenden Untätigkeit der österreichischen Behörden. Weiterlesen

Befreiungsfeier Mauthausen 2015

DSC_012870 Jahre sind bereits seit der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai 1945 vergangen. Das Gedenken an die unzähligen Opfer wurde durch die über 20.000 TeilnehmerInnen aus dem In- und Ausland auch 2015 sehr würdig wachgehalten und zählte damit zu den größten KZ-Befreiungsfeiern überhaupt. Das diesjährige Gedenken stand unter dem Thema „Steinbruch und Zwangsarbeit“. Weiterlesen

PA: Vor 70 Jahren: KZ-Verband/VdA OÖ erinnert an Ermordung der 42 Widerstandskämpfer

Letzte Vergasungsaktion in Mauthausen auf direkten Befehl Eigrubers am 28. April 1945

Sepp Teufl, 1944

Sepp Teufl, 1944

Der KZ-Verband/VdA OÖ erinnert anläßlich des 70igsten Todestags an die Ermordung der 42 Widerstandskämpfer durch direkten Befehl des Gauleiters Eigruber in der Gaskammer von Mauthausen am 28. April 1945. „Wir werden die Taten und das Leiden der Widerstandskämpfer in Erinnerung behalten“, so der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ Harald Grünn.

Diejenigen der Welser Gruppe, die die Torturen und Qualen bis knapp vor Kriegsende in Mauthausen überlebten, wurden auf direkten Befehl des Nazi-Gauleiters von Oberdonau Eigruber in der letzten Vergasungsaktion in Mauthausen am 28. April 1945, einen Tag nach der Proklamation der Unabhängigkeitserklärung und Regierungsbildung vom 27. April 1945 in Wien, ermordet, darunter auch das Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ, Josef (Sepp) Teufl aus Linz. Danach wurde die Gaskammer abmontiert, am 5. Mai 1945 befreiten US-Truppen das KZ Mauthausen.
Der Befehl Eigrubers war eine direkte Reaktion auf die Regierungsbildung in Wien, um die Beteiligung von Kommunisten an einer Provisorischen Regierung in Oberösterreich zu verhindern. Weiterlesen

PA: KZ-Verband kritisiert Prozessflut gegen Antifaschisten. Solidarität mit Jahn B.

Der KZ-Verband/VdA kritisiert den Prozess gegen Jahn B. aufs Schärfste!

Jahn B. wurde unmittelbar nach der Demonstration gegen das Burschenschafter-Event „Fest der Freiheit“ am 4. Juni 2014 in der U-Bahn Station Schottentor in Wien festgenommen. Der damals 20-jährige Student wurde verhaftet, weil er die amtshandelnden PolizistInnen mit Worten aufforderte, den stark blutenden Antifaschisten Hüseyin S. ins Krankenhaus zu bringen. Obwohl Jahn B. den verletzten Hüseyin S. nicht kannte, bewies er Zivilcourage, indem er die BeamtInnen aufforderte den Verhafteten ärztlich versorgen zu lassen und die Umgebung darauf aufmerksam machte, mit welcher Brutalität hier die Polizei gerade eine Amtshandlung durchführte.

Am 8. April um 9:00 beginnt nun der Prozess gegen Jahn B. im Wiener Landesgericht. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien wird ihm nun folgendes vorgeworfen: angebliche schwere Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Weiterlesen

PA: In Erinnerung: Ernst Kirchweger – Widerstandskämpfer und Mitglied des KZ-Verbands

KZ-Verband wird Ernst Kirchwegers Kampf für die Erhaltung der Demokratie in Österreich fortsetzen

Vor 50 Jahren, am 31. März 1965 fand in Wien eine Demonstration von StudentInnen, ehemaligen WiderstandskämpferInnen und Gewerkschaften gegen den antisemitischen, deutschnationalen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz statt. Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) rief zur Gegenkundgebung auf, die mit Rufen wie „Hoch Auschwitz“ provozierte und deren neonazistische TeilnehmerInnen auf die AntifaschistInnen losgingen. Während dieser Demonstration wurde der Widerstandskämpfer, Mitglied des KZ-Verbands Ernst Kirchweger von einem Funktionär des „Rings Freiheitlicher Studenten“ attackiert und so schwer verletzt, dass er am 2. April 1965 verstarb.
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